zur Startseite

Weichteilchirurgie
In das Gebiet der Weichteilchirurgie fallen vor allem Kastrationen von männlichen und weiblichen Tieren, Wundversorgung, Tumoroperationen, Entfernung von Organen oder Organteilen (Biopsie), Entfernung von Fremdkörpern aus dem Magen-Darm-Trakt, Entfernung von Harnsteinen, Behebung von angeborenen Missbildungen, Bruchoperationen (Leistenbruch, Dammbruch, Nabelbruch, …), plastische Chirurgie an Augenlidern, Nasenfalten und Ohren, u. vieles mehr.

Knochenchirurgie
Für die Durchführung einer Osteosynthese (chirurgische Therapie eines Knochenbruches) steht uns eine breite Auswahl an Instrumenten und Implantaten zur Verfügung.
Knochenbrüche können bei unseren Haustieren manchmal konservativ, d.h. nur mit einem versteiften Verband, geheilt werden, aber nur, wenn es zu keiner starken Verlagerung der Frakturenden gekommen ist. Sonst müssen Knochenbrüche beim Tier fast immer chirurgisch versorgt werden. Je nach Lokalisation und Art des Bruches werden dann unterschiedliche Techniken eingesetzt, z.B. verschiedene Formen der Nagelung, Platten mit Schrauben oder externe Schienung (Fixateur externe).

Gelenkschirurgie
TPLO (Tibial Plateau Leveling Osteotomy): Bei dieser Operationstechnik handelt es sich um eine moderne Methode zur Versorgung eines Kreuzbandrisses beim Hund. Das Prinzip beruht auf einer Schwenkung der Gelenkfläche des Unterschenkelknochens, womit die Biomechanik des Kniegelenks derart verändert wird, dass der Vorschub, der normalerweise vom vorderen Kreuzband abgefangen wird, vermieden wird. Das Kreuzband muß bei dieser Methode nicht ersetzt werden.

Endoskopische Chirurgie
Seit der Einführung von endoskopischen Operationen vor mittlerweile mehr als 10 Jahren hat sich der Komfort für unsere tierischen Patienten deutlich erhöht.
Neben den kosmetischen Aspekten mit kaum erkennbaren Narben sowie der Verminderung der Schmerzhaftigkeit für den Patienten hat sich auch die Rehabilitationszeit drastisch reduziert.
Unsere Tierklinik hat diese neuen Techniken von Beginn an durchgeführt und in die tägliche Arbeit integriert:

  • Arthroskopie
  • Laparoskopie
  • Thorakoskopie

Laparoskopie - Endoskopische Kastration

Die Laparoskopie (das Wort setzt sich zusammen aus "Bauch" und "schauen", d.h. in den Bauch hineinschauen; Endoskopie bedeutet allgemein "nach innen schauen") wird beim Menschen seit Jahren bei vielen Erkrankungen angewendet, bei der Gallenblasenoperation zum Beispiel ist diese Methode bereits der "Golden Standard".

Bei der herkömmlichen Kastrationstechnik durchtrennt der Chirurg die Bauchdecke der Hündin über eine Länge von mehreren Zentimetern, um zu den Geschlechtsorganen zu gelangen.

Die sehr viel sanftere Methode ist die laparoskopische (od. endoskopische) Kastration.
Bei der laparoskopischen Kastration werden nur drei kleine Hautschnitte (jeweils 5 mm groß) benötigt: Über eine dieser kleinen Öffnungen wird eine Optik in den Bauchraum vorgeschoben. Bei der Optik handelt es sich um einen 7 mm im Durchmesser und 25 cm langen Stab, in dem ein Linsensystem und die Lichtfaserkabel angeordnet sind. An das Ende der Optik wird eine Kamera befestigt, die die Bilder aus dem Bauchinneren über einen Videorekorder auf einen Monitor überträgt. Nun kann sich der Chirurg im Bauchraum Übersicht verschaffen. Über die beiden anderen Zugänge werden Trokare eingeführt, das sind dünne Röhrchen, durch die der Chirurg die notwendigen Arbeitsinstrumente in die Bauchhöhle einbringen und von außen die Kastration, das heißt, eine Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutterhörner durchführen kann.

Die Vorteile dieser Methode gegenüber der herkömmlichen Kastration sind bestechend:

  • Nachdem die Bauchwand nicht über einen langen Schnitt eröffnet werden muß, sondern nur drei winzige Löcher erforderlich sind, sind bei der endoskopischen Kastration die Schmerzen nach der Operation messbar geringer als bei der herkömmlichen Kastration.
  • Eine Nahtdehiszenz, das heißt ein Aufgehen der Operationswunde ein paar Tage nach der Operation durch Überbelastung oder Belecken der Wunde ist bei der endoskopischen Kastration sehr unwahrscheinlich, weil die Wunden so klein sind.
  • Leinenzwang ist nicht notwendig.
  • keine lästige Halskrause nach der OP
  • Bereits am Tag nach der Operation darf sich die Hündin uneingeschränkt bewegen (Agility, Kurse, Jagd, ...)
  • Natürlich erreicht man durch die endoskopische Kastration ein deutlich besseres kosmetisches Ergebnis.

Die Laparoskopie wird aber auch bei anderen Indikationen eingesetzt, z.B. bei kryptorchiden Rüden (d.h. ein oder beide Hoden sind nicht vollständig abgestiegen und daher noch im Bauchraum), zur Untersuchung der Bauchorgane nach krankhaften Veränderungen und zur Entnahme von Proben aus erkrankten Organen.

Laparoskopie (pdf Datei, 45kb)

Thorakoskopie (Brusthöhlenspiegelung)
Die Thorakoskopie wird vor allem zur Entnahme von Gewebestücken angewendet.

Narkose
Die Narkose ist ein Bereich, in dem ständig Veränderungen und Verbesserungen vorgenommen werden. Wir sind daher bestrebt, laufend auf dem letzten Wissensstand zu sein, um die Belastung für unsere Patienten so gering wie möglich zu halten.
Jeder Patient erhält von uns die für ihn geeignete Narkoseform. Geriatrische Patienten und Tiere mit Herzerkrankungen werden nur in Narkose gelegt, wenn es absolut notwendig erscheint. Dann bekommen Sie aber eine schonende, schmerzstillende und gut verträgliche Narkoseform.
Alle Patienten werden nach einer Narkoseeinleitung, die meist über eine Vene erfolgt, an ein Inhalationsgerät angeschlossen. Hier erfolgt die weitere Narkose über Atemgas. Das hat den Vorteil, daß die Narkose besser steuerbar ist. Weiters setzen wir Infusionspumpen ein, mit denen man während der ganzen Operation laufend eine geringe Menge eines Schmerzmittels in die Vene injiziert. Dadurch ist das Tier absolut schmerzfrei und muß nicht so tief in Narkose gebracht werden. Bei Operationen an den Hinterextremitäten oder in den hinteren Körperregionen wird eine Epiduralanästhesie durchgeführt. Damit kann die Inhalationsnarkose ebenfalls sehr flach gehalten werden.

Zahnbehandlung
Wir sorgen für die Maulhygiene unserer Haustiere mit Zahnsteinentfernung und Politur der Zähne, wie wir es selbst vom Zahnarzt kennen. Natürlich behandeln wir auch Zahn- und Kiefererkrankungen fachgerecht (z.B. Extraktionen, Füllungen, Frakturversorgung).

Nach oben